Schuh-Anprobe mit Kriegsbemalung

Kürzlich war die Mitarbeiterin einer Werbefirma zu Gast und das natürlich nicht ohne Grund. Bewaffnet mit Skalpell und Heißluftpistole hat sie in fast drei Stunden das für die Rallye-Kadetts typische Dekor angebracht, mit sehr viel Sorgfalt und noch mehr Geduld. Und das bei knackigen 5 °C …

Nach getaner Arbeit war die gute Frau auch schon wieder auf dem Weg zur nächsten Baustelle. Ich bin völlig fasziniert um das Auto herumgeschlichen und habe diese Handwerksarbeit bewundert 😀 Im Vorfeld war ich ja der Meinung, ich könne das doch auch selbst bewerkstelligen. Schließlich habe ich als Teenager bereits einen etwas größeren Heckscheiben-Aufkleber auf meinen geliebten Polo 6N gepappt, mehr oder weniger erfolgreich. Doch im Nachhinein war die Entscheidung mehr als richtig, es nicht selbst gemacht zu haben.
Hier mal eine Vergleichsrechnung: Ein fertiger Dekor-Satz kostet bei den meisten Anbietern circa 180 Euro. Die Eigenregie kostet dann noch einmal einige Stunden Zeit und Nerven. Alternativ kann man sich die Rohdateien für das Dekor auch kostenlos im Netz besorgen und geht damit zum nächstbesten Werbe-Profi bei sich zu Hause. Dieser plottet daraus die einzelnen Teile aus der gewünschten Folie (meistens ist das Oracal oder eine vergleichbare von 3M). Allein das Plotten vor Ort dürfte bereits erheblich weniger kosten, als die besagten fertigen Sätze. Wenn man nun, wie ich, nicht selbst Hand anlegen möchte, übernehmen die meisten Werbefirmen auch gern die Montage vor Ort. Somit muss “Mann” eigentlich nur noch das tun, was er am besten kann: Mit dem Pils in der Hand den anderen bei der Arbeit zusehen.
In meinem Fall hat das alles drum und dran schlappe 214,20 Euro gekostet. Noch Fragen?

Immer noch geflasht von der neuen Kriegsbemalung ging es nahtlos über zum nächsten Tagesordnungspunkt: Essen, nämlich die besten Gebratenen Nudeln weit und breit.

Der nächste Weg ging zu meinem Freund Frank ins Autohaus, um nun nach fast zwei Jahren meine YOKOHAMA Semislicks aufziehen zu lassen. Die schon etwas älteren, aber noch gut erhaltenen TOYOs wanderten in dem Zuge auf die umgeschweißten Stahlfelgen. Mit den acht Rädern im Gepäck ging’s wieder zurück in die Halle. Hier wurden sie nochmal gründlich gereinigt und mit Reifenpflegespray vom Discounter auf Hochglanz gebracht.
Hier kam nun meine neueste Investition ins Spiel: Ein Rangier-Wagenheber, der locker unter meinen Tiefflieger passt! Einen solchen zu finden, ist wirklich gar nicht so einfach, wenn man nicht gleich 200 Piepen ausgeben möchte. Ich hab lange recherchiert und festgestellt, dass es hier kein richtiges Mittelmaß für um die 100 Euro zu geben scheint. Gut und haltbar, aber mit 40 kg sehr schwer ist der RH215 von RODCRAFT, bei Amazon für 199 Euro zu haben. Nur hat hier der Werkzeug-Kaufmann in mir sein Veto eingelegt, weil es sich in meinem Fall für ein paar Mal Räderwechseln absolut nicht lohnt.
Für ein Fünftel des Preises bekommt man dagegen bei A.T.U. mit dem FS4209 einen China-Wagenheber, der, ich konnte es erst kaum glauben, erstaunlich gut bewertet wird. Dazu bekommt man noch eine passende Gummi-Unterlage für 3 Euro. Auch einen 5 Euro-Gutschein für eine Newsletter-Anmeldung kann man gleich noch mit verrechnen. Zähneknirschend habe ich dann einfach zugegriffen. Mal gucken, wann er die Hufe streckt ¯\_(ツ)_/¯ Doch ganz ehrlich, an meiner Einstellung zu diesem Verein ändert sich dadurch nichts. Hätte es das gleiche Teil woanders gegeben, hätte ich den Wagenheber sicherlich nie bei “Amateure treiben Unfug” gekauft.

Für diejenigen, die sich vielleicht auch gerade mit der Thematik beschäftigen, habe ich einfach mal beide Räder aufgezogen, damit ihr euch ein Bild von der Rad-/Reifenkombination machen könnt (siehe auch das Titelbild in diesem Beitrag).

Hier die Eckdaten für die, die zu faul zum Suchen sind:

  • Fahrerseite: OPEL Sportstahl 7×13″ ~ET18 (mit TOYO 600-F3 185/60R13)
  • Beifahrerseite: ATS Classic 7×13″ ET3 (mit YOKOHAMA Advan A048 185/60R13)
  • Fahrwerk: MANTZEL 60mm Federn mit KONI Sport Stoßdämpfern

Das war’s für heute. Ich werde jetzt weiter auf der Grippewelle reiten und mich hoffentlich sehr bald auskuriert haben … *schnief*

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