Peu à peu

Ja, ich weiß, im August kam kein “richtiger” Beitrag. Passiert ist dennoch etwas, nicht nur am Auto 🙂

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Aber bleiben wir beim eigentlichen Thema und fangen im Innenraum an: Die neu pulverbeschichtete Pedalerie ist nun drin, versehen mit schicken schwarzen Pedalgummis. Leider ist bei meinem Verzinker eine dieser drei Blechmuttern für das Gaspedal verschwunden. Aber gar kein Problem. M6-Käfigmuttern aus einem Serverschrank passen auf wundersame Weise perfekt in die quadratischen Löcher in der Spritzwand.

Und auf dem Getriebetunnel trohnt jetzt die Mittelkonsole, die vorher mit Spülmittel gereinigt und mit Erdal Pflegeglanz geschwärzt wurde. Bei dieser Konsole musste ich mir allerdings eine andere besorgen, denn die alte war eingeschnitten und arg durchlöchert … Was ihr da auf dem Bild in dem hintersten der “vielen” Fächer seht, ist der DIN-Stecker der UKW-Antenne. Um genau zu sein, diese hier. Die eigentliche Glasklebeantenne kommt jedoch später nicht an die Scheibe, sondern gut versteckt hinter den Kühlergrill.

 

Nun schauen wir uns doch mal die andere Seite der Spritzwand an. Hier ist die Scheibenwaschanlage bereit für die erste Fliege, die nicht schnell genug Platz macht 😉 Der Behälter ist zwei Mal durch den Geschirrspüler gewandert und bis auf den leichten Gelbstich im Kunststoff bin ich mit dem Ergebnis ganz zufrieden. Die Wischwasserdüsen waren noch in Ordnung, doch natürlich mussten die PVC-Leitungen erneuert werden. Auch die elektrische Wischwasserpumpe war hinüber, wofür sich jedoch leicht Ersatz im neuzeitlichen Kfz-Zubehör fand.

Noch einige Kopfschmerzen bereitet mir aktuell die Windschutzscheibe … und alle übrigen Scheiben eigentlich genauso. Gutgläubig habe ich die gesamte Glasfassade vor vielen Jahren in Luftpolsterfolie eingepackt. Ob ich damals auch schon die vielen Schlieren und vor allem die beiden fetten Steinschläge in der Frontscheibe gesehen habe …?! Wie dem auch sei, die Heckscheibe bekomme ich hoffentlich noch hin. Doch die Windschutzscheibe ist definitiv im Eimer und muss ersetzt werden. Mein Problem ist nur, dass meine neue Scheibe in Köln auf mich wartet. Naja, irgendwie wird sie schon den Weg nach Neufünfland finden.

Und nun mal ein kleiner Lifehack zum Thema “Wie montiere ich eine Blechmutter, ohne den Lack zu zerkratzen”: Es ist tatsächlich ganz einfach: Ihr nehmt entweder ein 50-70 µm dünnes Stück Kunststoff oder ein Stück einlaminiertes Papier. Das klemmt ihr nun in die Blechmutter, schiebt diese damit vorsichtig über das jeweilige Loch auf der Kante und zieht schließlich das Kunststoff- oder Papierstück wieder vorsichtig heraus. Et voilà! Die Mutter sitzt.

Bei den noch vorhandenen Kühlwasserschläuchen hatte ich von vornherein die Überlegung, sie der Optik halber mit großem Schrumpfschlauch zu überziehen. Da die ersten Versuche nicht mal ansatzweise erfolgreich waren, habe ich das aber schnell wieder verworfen. Und das Ergebnis gefällt mir unerwartet gut. Mit etwas Vaseline drauf sehen die Schläuche doch aus wie neu. Von diesen 08/15-Schlauchschellen war ich noch nie ein Freund, deshalb habe ich mir stattdessen sogenannte Gelenkbolzenschellen (nach DIN 3017) für die Befestigung am Kühler und dem Thermostat besorgt. Die sind zwar insgesamt etwas wuchtiger, doch dafür halten sie auch mehr aus und lassen sich durch den Sechskant besser montieren.

Nochmal zum Thema Scheiben, hinten sind sie mittlerweile samt Scheibenrahmen verbaut. Doch diese Rahmen, besonders die vorderen kosten mich ja schon länger einige Nerven. Erstmal war ich froh, überhaupt einen kompletten Satz bekommen zu haben. Nun sind sie ja schon mal lackiert, aber das Aufstecken auf die Türen ist sooo eine Fummelei. Um mir damit nicht gleich alles zu zerkratzen, habe ich die Kanten vorsichtshalber mit transparenter Lackfolie versehen. Sicher ist sicher. Dafür konnte ich nun endlich den ersten Außenspiegel anbringen. Diese sogenannten “Schweineohren” werden ja mittlerweile mit Edelmetall aufgewogen, weshalb ich froh war, welche zu einem halbwegs vernünftigen Kurs zu bekommen.

Weiterhin habe ich angefangen, die Türschlösser mit den Türgriffen und -schließzylindern zu verbauen, um dann die nächste undankbare Fummelaufgabe anzugehen: die Fensterheber mit dem dazugehörigen Seilwust. Also wer einen Gynäkologen oder wahlweise einen Schlangenmenschen mit Kinderhänden kennt, der darf sich gern bei mir melden.

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