Alles neu, macht der … Mai

Da war er schon wieder um, dieser selbsternannte Wonnemonat. Und von fünf bis 50 Grad Celsius war gefühlt alles mit dabei. Bei meinem Boliden ist es bisweilen auch wieder ein Stückchen vorwärts gegangen.

Zu allererst hat der entrostete und neu lackierte Tank seinen Platz zwischen Fahrgastzelle und Kofferraum gefunden, selbstverständlich mit einer neuen Entlüftungsleitung und dem ultraschallgereinigten Tankgeber.
Falls ihr euch über die beiden Blindstopfen unter den Zu- und Ablaufstutzen wundert, nochmal zur Erleuchtung: Mein Kadett wurde ab Werk noch nicht mit der jetzigen BOSCH-Einspritzung ausgeliefert, sondern mit einem SOLEX-Vergaser. Und genau daraus resultiert der seinerzeit andere Verlauf der Spritzufuhr entlang des Bodenblechs in den Motorraum.

Obendrein gab es auch gleich einen schicken neuen Tankdeckel (vom Marktführer fah-ler aus Konstantinopel) dazu. Hier musste ich leider einen kleinen Abstrich in Sachen Originalität machen, da der Schloßsatz, den ich mir vor ein paar Monaten besorgt hatte, keinen gleichschließenden Tankdeckel beinhaltete. Und gerade den kann man, im Vergleich zu den Zünd- und Türschlössern nicht umbauen. Doch ich finde, die stimmige Optik macht diesen “Makel” wieder wett.

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Die Kraftstoffleitung wird dann demnächst noch vervollständigt. Doch das andere Ende dieser Leitung, die Ansaugbrücke, hat nun endlich Stellung im Motorraum bezogen.
Und es gibt gleich noch eine Neuerung unter der Haube zu berichten: Mein starres 7-blättriges Lüfterrad, welches beim ersten Versuch nicht auf die Riemenscheibe passen wollte, wurde von meinem treuen Helfer Sandro auf 33 Millimeter aufgebohrt und sorgt nun für frischen Wind. Unmittelbar hinter dem neuen Kühler, welcher nun schon gut sieben Jahre im Regal auf seinen Einbau gewartet hat.

Eine weitere kleine Hürde wurde indes nahezu spielerisch überwunden. Unser Rallye-Kadett sollte ja von vornherein wieder mit den originalen Außenspiegeln ausgestattet werden, umgangssprachlich auch “Schweineohren” genannt. Im Laufe des Autolebens sind von den jeweils drei Befestigungslöchern nur mehr oder weniger riesige Langlöcher übrig geblieben. Also dachte ich mir, machen wir aus der Not eine Tugend, und verwenden diese “Scheunentore” zum Einsetzen von M6-Blindnietmuttern. Und wieder hat sich mein Helfer Sandro nicht zwei Mal darum bitten lassen und stand eines Nachmittags mit entsprechendem Werkzeug parat, einem sogenannten Akku-Blindnietmuttern-Setzgerät namens “FireBird” von Gesipa. Und damit waren sechs dieser Gewindehülsen in wenigen Minuten verarbeitet und die Spiegelfüße im Dreieck montiert. Zumindest in diesem Fall sind Blindnietmuttern aus meiner Sicht die weitaus  vernünftigere Lösung, als ein paar mickrige Blechschrauben.

Zu guter letzt will ich euch noch von einer nicht ganz unwichtigen Investition berichten: die Fußmatten. Bei eBay beispielsweise gibt es ja Fußmatten in Hülle und Fülle, doch das Meiste davon ist optisch wie qualitativ der reinste Schrott. Über Geschmack lässt sich ja noch streiten, über die Passform jedoch nicht. Durch Zufall  bin ich auf den Hersteller Autoteppich Stylers aufmerksam geworden, der selbst C-Kadett fährt bzw. gefahren ist. Somit braucht man sich um die Passform schon mal keine Sorgen mehr zu machen. Was das Aussehen betrifft, so sind der eigenen Fantasie fast keine Grenzen gesetzt. Ob Nadelfilz oder Velour, ob blau, beige, weiß oder schwarz, ob mit oder ohne Einstrickung, hier ist nahezu alles möglich. Also bin ich auf meine altbekannte Art und Weise mal völlig ausgeflippt und habe, Achtung, anthrazitfarbene Fußmatten zu meinem beigen Original-Teppich bestellt 😛

Noch ein Wort zum Preis. Je nach Modell und Ausführung liegt so ein 4-teiliger Satz bei ungefähr 40 Euro. Das ist mehr als gerechtfertigt, wenn man bedenkt, dass die Teile in Deutschland handgefertigt werden. Noch ein paar Kaufargumente gefällig? Sehr gern: Die Matten sind schwer entflammbar, wasserundurchlässig und äußerst rutschfest.

Nun seid ihr wieder auf dem neusten Stand und ich hoffe, es war euch lesenswert. Bleibt mir also gewogen. Bis zum nächsten Mal!

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