Die Krawalltüte ist montiert!

In meinem Beitrag vom November (“Loud Pipes save Lives“) hatte ich euch ja diese Edelstahl-Auspuffanlage schon mal vorgestellt. Am vergangenen Wochenende hat sie endlich ihren Platz unter’m Auto gefunden.

Den bollernden Anfang an den vier Auslässen am Zylinderkopf macht der auf Dichtungsmaß erweiterte Abgaskrümmer, gefolgt vom angeflanschten Hosenrohr. Damit ich beides irgendwann einmal wieder von einander getrennt bekomme, ohne irgendwelche festgegammelten Schrauben abzureißen, hab ich dafür verzinkte Stehbolzen und Kupfer-Quetschmuttern verwendet. Doch dass man dieses fertige Konstrukt durch den Motorraum gefädelt bekommt, ist leider ein Irrglaube meinerseits gewesen. Also erst einmal den Krümmer mit den M9(!)-Schrauben am Zylinderkopf angebracht und dann mit gaaanz langen und dünnen Fingern das Hosenrohr von unten montiert. Der Nachteil von diesem “Gruppe-A”-Ofenrohr ist, dass es wirklich nur haarscharf an der Ölwanne vorbei passt …
Ab da habe ich die Anlage dann bewusst von hinten nach vorn weiter gebaut. Ich wusste nämlich schon, dass das Teilstück nach dem Hosenrohr etwas zu lang sein wird. Schlussendlich fielen dann fünf Zentimeter dem Winkelschleifer zum Opfer. Die beiden Schalldämpfer dagegen passten tadellos. Und jeder, der ein tiefergelegtes Auto sein Eigen nennt, der weiß einen knapp am Bodenblech verlaufenden Auspuff sehr zu schätzen.

So ganz nebenbei habe ich auch gleich mal das Getriebe mit der Hinterachse verbunden. Ich befürchtete nämlich, dass die Kardanwelle nachher nicht ganz so unkompliziert einzubauen geht. An sich war die Anlage dann schneller montiert, als gedacht. Doch eine kleine Nacharbeit bleibt mir dennoch, weil diese Universal-Auspuffgummi-Ringe doch nicht so universell sind. Heißt, für den Mittelschalldämpfer eignen sich diese leider nicht. Doch irgendwas passendes wird sich im World Wide Web schon finden.

Motiviert von der neuen vielversprechenden Rückansicht des Kadetten habe ich mich dann dem Kraftstofftank zugewandt. Zu allererst bedeutete das, schlappe 50 Liter Wasser zum Kochen zu bringen, in welchem ich dann “unter ständigem Rühren” ganze zwei Kilogramm Zitronensäure aufgelöst habe. Damit wurde der Tank bis zur Oberkante befüllt, damit dieser dann über Nacht vor sich hin brodeln konnte. Am Morgen danach hatte ich mir zugegebenermaßen ein besseres Resultat erhofft, aber ich kann mit dem Ergebnis leben, zumal ich dem letzten bisschen Rost dann noch mit Heißwasser-Hochdruckreiniger und Splitt zu Leibe gerückt bin. Um der blanken Oberfläche nicht gleich wieder die Chance zum Oxidieren zu geben, musste diese natürlich umgehend getrocknet werden. Das klappte mit Schatzi’s Heißluftfön auch erstaunlich gut :-*

Nun ging es logischerweise noch darum, ihn auch von außen wieder aufzuhübschen. Leider hatte ein Vorbesitzer den Kofferraum wohl mal etwas “unvorsichtig” beladen, wodurch eine gut sichtbare Beule zurückblieb. Doch mit Spachtelmasse und Schleifpapier war das schnell wieder ausgebügelt. Das Schleifpapier einmal in der Hand, habe ich auch gleich die restliche Außenhaut abgeschliffen und den Tank grundiert.

Vielleicht fragt ihr euch jetzt, womit ich gedenke, den Tank von innen zu beschichten. Die Antwort lautet: gar nicht. Denn egal, welches dieser tollen Mittelchen man nimmt, sie haben alle einen entscheidenden Nachteil. Sollte die Beschichtung doch einmal anfangen abzublättern, geht der Ärger los: Die Kraftstoff-Zuleitung verstopft und im schlimmsten Fall bleibt man irgendwo im Nirgendwo stehen … Nein, dann lieber regelmäßig volltanken und wissen, dass sich nichts zusetzen kann.

Der Tank trocknete nun also vor sich hin … doch jetzt schon Feierabend machen? Nein, irgendwas musste ich doch noch tun. Also bekam die kürzlich erworbene Heizungsverkleidung gleich ihre notwendige Wellnesskur. Sieht doch aus wie neu, oder? 😉

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