Er kann wieder sehen!

Und ich finde, seine “Smokey Eyes” stehen im ausgezeichnet. Wie letztens schon angekündigt, hatte ich mir mittlerweile ein Paar weitaus besser erhaltene Scheinwerfergläser besorgt, da die alten nicht mehr wirklich zu gebrauchen waren. Die Teile waren auch alsbald da, und so konnte es mit dem Zusammenbau weitergehen. Nach dem ja Rahmen und Lampentöpfe schon entsprechend geschwärzt waren, sollte es den Gläsern ja ähnlich widerfahren. Dazu gibt es eigentlich nur zwei bewährte Methoden: Die eine sieht vor, die Gläser am Rand zu strahlen und anschließend zu lackieren, die andere erreicht diesen Effekt mit einem geeigneten Klebeband.

Nach reiflicher Überlegung habe ich mich dann für die letztere Variante entschieden. Also hab ich mir eine Rolle 75 Millimeter breites PVC-Klebeband aus dem Teppichleger-Milieu besorgt. Das ist UV-beständig, stabil und reißfest und lässt sich trotzdem noch gut verarbeiten. Jedoch habe ich das Klebeband, nicht wie die meisten anderen, außen, sondern innen aufgebracht. Denn trotz aller Verkaufsargumente der Klebeband-Industrie habe ich doch noch einige Restzweifel an der Witterungsbeständigkeit des Klebstoffs.

Gesagt getan. Nun mussten die Teile nur noch wasserdicht verklebt werden. Glas und Rahmen wurden mittels handelsüblichem Scheibenkleber vereint. Nachdem das Zeug erst einmal 15 Minuten bei 80 °C im Backofen die gewünschte Sämigkeit erreicht hat, lässt sich ähnlich gut wie Silikon verarbeiten. Wenn man das jedoch vorher noch nie geübt hat, kann es eine ziemliche Sauerei werden … der Ansicht sind zumindest meine Hände. Gerade beim Abziehen des überschüssigen Klebers mittels Spülwasser und Scheckkarte.
Zum Abdichten des Rahmens mit dem Lampentopf kann man sich entweder bei PS-Autoteile eine passende Dichtung kaufen oder man nimmt für’s halbe Geld Butylrundschnur her.

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Am letzten Wochenende war ich mit meiner Handlangerin <3 in der Halle und wir haben sofort die “neuen” Scheinwerfer und Blinker eingebaut. Und mit dem Ergebnis bin ich wirklich mehr als zufrieden.
Doch bei aller Euphorie folgte der Schock auf dem Fusse: Wegen der Scheinwerfer musste ich auch die Motorhaube mittels der Auflagegummis in Waage bringen. Auf der Fahrerseite sah noch alles perfekt aus. Nur beim Blick auf die Beifahrerseite traute ich meinen müden Augen kaum. Die Flucht der Motorhaube passt überhaupt nicht mit der des Kotflügels :’-( Warum hat das denn nur vorher niemand wahrgenommen? Naja .. das muss ich mir nun nochmal mit Dr. O. ansehen.

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Nachdem ich mich wieder gefangen hatte, ging es kaum weniger motviert weiter mit der Arbeit. Der Dachhimmel, der ja nun schon genug Zeit hatte, sich an seine neue Umgebung zugewöhnen, wird peu á peu eingeklebt. Am vergangenen Wochenende geschah das von der A- bis zur B-Säule und nun weiter bis zur oberen C-Säule.
Viele scheuen sich ja vor dieser Arbeit und geben das in die Hände eines Fachmanns. Doch für mich war das zu keiner Zeit ein Thema.Und wenn auch ihr gerade vor der Frage steht, möchte ich euch hiermit Mut zusprechen: Macht es selbst und lernt etwas dazu! Zumindest für mich muss ich diese Entscheidung wohl nicht bereuen. Denn ich bilde mir ein, behaupten zu können, dass das Ergebnis ähnlich gut ausfallen wird, als hätte ich es vom Profi machen lassen. Oder was meint ihr?

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Der Sattlerkleber musste nun natürlich erst einmal trocken, somit ging es für uns spontan unten weiter.
Damit es später während der Fahrt nicht all zu sehr dröhnt, muss auf die größeren Flächen der Bodengruppe noch eine entsprechende Schalldämmung aufgebracht werden. Früher gab es dazu Bitumenmatten, die allerdings Feuchtigkeit anzogen. Heute sind dafür Alu-Butyl-Matten, z.B. aus dem Car-HiFi-Regal, die erste Wahl. Also haben wir testweise schon mal eine der Matten verarbeitet und mussten mit Erschrecken feststellen, dass das Zuschneiden und Verlegen wirklich kinderleicht ist. Sobald es an dieser Stelle weitergeht, werdet ihr natürlich davon lesen 😉

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Damit auch der mittlerweile fertig aufgearbeitete Bremskraftverstärker samt Hauptbremszylinder nicht mehr nur im Weg herumliegt, hat er noch schnell den Weg unter die Motorhaube gefunden.

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Nun ist erst einmal eine Woche Strandurlaub angesagt, danach geht’s weiter im Innenraum. Bis denne …

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